Wehe, wenn sie losgelassen – Die #Wut, die #Politik, die #CDU und der #Weltfrauentag!

Ich bin wütend! In Deutschland erlaubt sich die Partei der CDU im 21.Jhdt. immer noch eine Ungleichbehandlung von Frauen gegen das Grundgesetz Art.3. Und nennt sich einfach frechweg weiter Volkspartei. Obwohl sie seit Gründung nach 1945 systematisch und konsequent die Hälfte der deutschen Bevölkerung, die Frauen, von politischer gleichberechtigter Teilhabe ausschloss und ausschließt. In Deutschland trägt die CDU seit 1945 maßgeblich die Verantwortung für den viel zu niedrigen Frauenanteil im deutschen Bundestag und in allen deutschen Parlamenten, Räten.

Dann las ich Teresa Bückers Kolumne Ist es radikal, wütend zu sein? im Magazin der Süddeutschen Zeitung, Nr. 10, 06.03.2020, S. 34-38 und dachte: Ok, ich bin jetzt mal öffentlich wütend!

Die CDU prägte fast 50 Jahre mein Leben: Aufgewachsen in der streng katholischen Familie eines CDU-Politikers, viele Jahre beruflich tätig für Politiker der CDU, eigenes politisches Engagement in der Frauen-Union. 2012 endetet dies alles. Bereits damals wies ich die Verantwortlichen in CDU und Frauen Union darauf hin, dass die ungelöste Frauenfrage die existenzielle Frage für die Partei im 21.Jhdt. ist. Das eigene politische Engagement in der CDU begann in einer Stadt in NRW mit vielen anderen Frauen, weil wir etwas verändern wollten. Damals dachten wir, das geht nur über das politische Engagement in einer Partei. Wir glaubten wirklich daran, dass es möglich sei, sich in der CDU des 21.Jhdt als eigenständige, qualifizierte Frauen engagieren und unsere politischen Ideen von einer gerechten, sozialen Gesellschaft in Deutschland umsetzen zu können. Als Vorsitzende der örtlichen Frauen Union war damals das Ziel, mehr engagierte Frauen für ein politisches Engagement in der CDU zu gewinnen und auf allen politischen Ebenen zu positionieren. Es war naiv, zu glauben, dass irgendeiner der Männer der CDU ernsthaft bereit gewesen wäre, auf einer partnerschaftlichen, gleichberechtigten Ebene mit Frauen, die sich politisch engagieren wollen, zusammenzuarbeiten.

Von Frauen vorgeschlagene Frauen für z.B. Mandate auf kommunaler Ebene setzte sofort die Strategie der “besonderen Frauenförderung“ der Herren in der CDU in Gang, die bis heute so angewandt wird und immer wieder bestens funktioniert. Um jeden Preis und mit allen Mitteln die vorgeschlagenen Frauen zu verhindern. Bereits 2015 deshalb die Warnung: Kommt`ne Frau zur CDU … – 70 Jahre und (k)ein bisschen weiblicher?Das C in der CDU steht ja auch eher für “Club der Herren“. Frau darf nur von Herrens Gnaden und nur im Auftrag des Herrn als dienende Frau an seiner Seite seinen Aufstieg begleiten und schmücken. Belohnt wird sie dafür mit einem Platz in seiner politischen Sonne. Das haben sie sich von der katholischen Kirche abgeschaut. Weiterlesen

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Mein schönstes Muttertagserlebnis!

Mein schönstes Muttertagserlebnis hatte ich, als ich selbst bereits Mutter war. Es war im Jahr 1994, als wir mit unserem Grundschulkind aus beruflichen Gründen des damaligen Familienernährers von einer Großstadt in Nordrhein-Westfalen aufs Land zogen. Nicht gerade aufs Dorf, sondern in ein kleines Städtchen in mit Grundschule, Gymnasium, Kirche, Rathaus, Ärzten, Apotheke und ein paar Läden. Was Familie halt so alles zum alltäglichen Leben braucht.

Meinen Anspruch, mein Grundschulkind nicht zu jeder Uhrzeit zwischen 8:00 und 13:00 plötzlich wieder vor der Haustür stehen zu haben, hatte ich bereits in den ersten Wochen unseres neuen Lebens aufgegeben. Die Anfrage nach einer verlässlichen Grundschule von 8:00 bis 13:00 Uhr wurde damals noch mit Erschrecken in den Augen abgelehnt. Von Politik, Schule, Verwaltung, Kirche und anderen Müttern. Die armen Kinder, die mit traurigen Augen ihre Klassenkamerad*innen vergnügt nach Hause abziehen sehen und selbst einsam und verlassen in ihrer Schule darauf warten, dass die Rabenmutter auf dem Selbstverwirklichungstrip endlich wieder zu Hause ist. Der erste Teil dieses Satzes aus dem Munde einer Lehrerin, der zweite ab Rabenmutter, meine damals unausgesprochene Zusammenfassung der gesellschaftlichen Einstellung. Mütter sollten sich zu Hause ganz in den Dienst ihres Nachwuchses (und ihres Partners, aber das ist jetzt eine andere Geschichte) stellen und keinen eigenen Freiheitsraum jenseits ihrer Mutterschaft haben.

Versuch gescheitert, ein Leben außerhalb des Mutterdaseins auf dem Lande zu führen. Bis zum Ende der Grundschulzeit gebunden an ein Verständnis der Frau als Mutter und zwar immer und jederzeit und vollständig und … Kein Platz für Gleichberechtigung. „Außerdem brauch Frau sich ja kein Kind anzuschaffen, wenn Frau unbedingt Arbeiten will!“ Weiterlesen

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Nehmen Sie es doch nicht persönlich – es ist nur die #SocialMedia World!

Anfang November zog ich mich aus persönlichen Gründen aus den Social Media Facebook und Twitter zurück. Mehr als 12 Wochen ohne Social Media Informationen, persönliche Stellungnahmen, politische Kommentare, Austausch, Gefällt-mir-Klicks, Tweets retweeten und retweetet werden, kein Liken, kein Teilen von Beiträgen – ich habe es ausgehalten.

Und doch kamen immer wieder die Fragen: Was ist inzwischen in der Social Media Welt geschehen? Wie geht es den realen Menschen, mit denen ich verbunden bin, meinen Followern und “Freunden“? Habe ich etwas Entscheidendes verpasst? Konnte ich wichtige Informationen nicht weitergeben? Was ist mit dem weltweiten Engagement für die Menschenrechte? In zwölf Wochen kann so viel geschehen und – ich war nicht dabei?

Und auch die Unsicherheit: Bin ich jetzt draußen? Habe ich Follower und “Freunde“, Follower meines Blogs verloren? Ist meine Abwesenheit überhaupt jemand aufgefallen? Hatte meine Anwesenheit in den Social Media für jemand eine reale Bedeutung? Darf ich wieder mitreden, wenn ich jetzt in diese Welt zurückkehre?  Weiterlesen

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#MeToo – Es ist Zeit, #TimesUp zum Täterschutz zu sagen und endlich die Überlebenden #sexuellerGewalt zu schützen!

Dank der Frauen, die unter dem Hashtag #MeToo endlich wagten – oft erst nach langer Zeit – über ihre Erfahrungen mit sexueller Gewalt, Nötigung, Übergriffen und Belästigung im beruflichen Umfeld zu sprechen, ist das Thema nun endlich in der Öffentlichkeit. Die anhaltende Diskussion in Medien, Politik und Gesellschaft zeigt, dass es kein Zurück mehr gibt in ein Abwiegeln, Wegsehen, Verschweigen, in die Komplizenschaft mit den Tätern, „Victim-Blaming“, der Verharmlosung und des Nichtanhörens.

Jetzt ist es Zeit, in Deutschland #TimesUp zum Täterschutz zu sagen! Und sich den Überlebenden zu zuwenden, sie anzuhören, ihnen Schutz und Sicherheit zu geben. Besonders den schwächsten Überlebenden sexueller Gewalt und Übergriffen in unserer Gesellschaft. Den Frauen und Männern (ja, auch Männer), den Kindern und Jugendlichen, die in Abhängigkeitsverhältnissen davon betroffen sind?  Weiterlesen

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#MeToo – endlich endet das Schweigen der #Männer!?

Ja, #MeToo. Das Wer, Wann, Wo, Wie oft – gehört nicht in diesen Kontext. Nur ein öffentliches #MeToo. Weil mein #MeToo seit früher Kindheit nie mehr aufgehört hat. Jede sexistische Aktion, jede sprachliche, psychische, physische Gewalt, jede sexuelle Gewalt im Alltagsleben gegen Frauen und Kinder – #MeToo. Jede Medienberichterstattung darüber – #MeToo. Immer mitbetroffen, unmöglich sich dem zu entziehen. Sexistische Werbung, Sexismus in Medien wie BILD, sexistische Sätze und Bilder, Bilder sexueller Gewalt in den Social Media – #MeToo. Der brutale “Wiesenhof – Werbespot“ von Atze Schröder – #MeToo! Sexistische Sprüche am Arbeitsplatz, im Zug, auf der Straße – #MeToo. Bilder und Gefühle steigen wieder hoch, so tief sie auch verdrängt sind, so sehr sie auch bearbeitet wurden. Und jedes Mal eine neue Verletzung, Demütigung, Missachtung, Herabsetzung – #MeToo.

Jedes genüssliche, verharmlosende, schlüpfrige “Sex-Affäre“, “sexueller Missbrauch“, “Sexskandal“, “Wird Hollywood jetzt keusch?“ (BILD 18.10.2017) in den Medien lässt innerlich aufschreien. Nein, es ist Gewalt, oft brutale physische Gewalt eines seine körperliche Kraft, seine Position, seine Macht ausnutzenden Mannes!

Das ist das Furchtbare, Zerstörerische an dieser ewigen Geschichte von Sexismus, sexueller Gewalt und physischer Gewalt gegen Frauen und Kinder ausgeübt von Männern. Selbst wenn das persönliche #MeToo vorbei ist, es wirkt dennoch lebenslang. Kein Ende in Sicht? Weiterlesen

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#Deutschland atmet auf – Schuld an sexueller Gewalt gegen #Kinder haben letztlich die #Mütter? #childabuse

Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs hat am 14.06.2017 ihren Zwischenbericht vorgestellt. Die deutsche Öffentlichkeit atmete danach deutlich lesbar auf. Die Berichterstattung in den Medien zusammengefasst: Schuld an sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche sind eigentlich die Mütter!

Als wüssten wir alle nicht schon seit vielen Jahren, dass in unserer Gesellschaft sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen täglich geschieht. Dass die Dunkelziffer der Kinder und Jugendlichen, die Opfer sexueller Gewalt werden, wesentlich höher liegt als die, in der Polizeistatistik erfassten 14.000 Opfer. Dass Kinder und Jugendliche die Gewalttäter in den meisten Fällen kennen. Dass sexuelle Gewalt besonders in Beziehungssystemen geschieht, in denen Kinder und Jugendliche zu den Gewalttätern in einem Abhängigkeitsverhältnis stehen. Dass die Gewalttäter zu über 90 Prozent männlich sind (Mikado-Studie). Dass in unserer Gesellschaft bei diesem Thema immer schon gerne weggeschaut wurde und wird. Das alles wollte bisher und will auch heute kaum jemand in Deutschland hören. Geschweige denn darüber sprechen, sich ernsthaft damit auseinandersetzen. Die auf den Bericht der Kommission folgende öffentliche Berichterstattung spiegelt genau dieses wieder. Weiterlesen

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Der neue deutsche „Hop-on-Hop-off“ #Feminismus a lá Kanzlerin #Merkel

Die neue deutsche Feministin von heute, Angela Merkel rief und sie alle kamen, die „mächtigen“ Frauen der Welt. Zum Women20 Gipfel nach Berlin. Ein besonderer PR-Coup der deutschen Kanzlerin: Mit dabei Ivanka Trump. Die deutsche Presse, besonders die Boulevard-Presse dankt es ihr und ist begeistert.

Womit sich Ivanka Trump für diese Teilnahme qualifiziert hat, bleibt in der PR-Wolke um dieses Event offen? Vielleicht reicht Tochter eines superreichen Mannes in den USA sein, der Präsident wurde und jetzt seine Familie a lá Erdogan in gutbezahlte Jobs hievt, in Deutschland als Kriterium für das W20-Treffen? Die Frage geht an die Veranstalterinnen dieses PR-Events, den Deutschen Frauenrat und den Verband deutscher Unternehmerinnen. Weiterlesen

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