Und Gott gab dem Mann die Lizenz zum Töten, …? – Wer`s glaubt, wird selig? #burka #burkini #hijab #childmarriage #meninhijab #mystealthyfreedom

Was macht eine urdeutsche islamische Konvertitin, Burka-Trägerin in einer politischen Unterhaltungs-Sendung des öffentlich rechtlichen Fernsehens? Stell nur ich mir diese Frage? Sicher hat sich die Redaktion von “Hart aber fair“ das auch vor der Sendung am 12.09.2016 gefragt. Und sie hatten sofort die richtige Antwort: Sie bringt Quote! Sie zeigt kein Gesicht und bringt damit Quote.

Wahrscheinlich diskutiert demnächst auch Sven Lau, islamistischer Konvertit, selbsternannter Scharia-Prediger in “Hart aber fair“. Der bringt doch bestimmt Quote! Wenn er über die Scharia philosophiert. Und über das “religiöse“ Recht von Terroristen, ganz frei und selbst bestimmt nach ihrem Religions- und Rechtsverständnis jeden abzuschlachten, der oder die nicht ihrer Meinung sind.

Noch ein Vorschlag für die Redaktionen: Lassen wir doch mal ein nach “religiösem“  Recht verheiratetes zehnjähriges Kind zu Wort kommen. Natürlich in Gegenwart des erwachsenen Ehemannes und Missbrauchers und selbstverständlich in vorgeschriebener “religiöser“ Kleidung. Es darf dann den Fernsehzuschauern erklären, wie toll das ist, als Kind vergewaltigt zu werden. Wie es sich darauf freut, mit zwölf Jahren bereits das erste Mal Mutter zu sein. Das bringt richtig Quote!

Wir schauen uns diese politischen Unterhaltungs-Shows an, regen uns vielleicht noch ein wenig bei Twitter oder Facebook auf und gehen dann ruhig schlafen. Diskriminierung, Gewalt und Missbrauch im Namen einer fundamentalistischen Religionsauslegung wird so gerade salonfähig in Deutschland.

Wir geben damit still und heimlich die universale Geltung der  Menschenrechte auf!

Zugunsten eines rein privaten, individualistischen Freiheitsverständnisses, das regional gewachsen ist in einer freien, demokratischen, fast religionsfreien Gesellschaft ohne große repressive Beschränkungen für den Einzelnen. Zugunsten einer neokolonialen Romantik gegenüber patriarchalischen, fundamentalistischen islamistischen Gesellschaften. Sie erscheinen uns wie Naturvölker mit einer Naturreligion, in der die Frauen den Männern quasi naturgegeben untergeordnet sind. Zugunsten eines politischen Religionsverständnisses, das die eigene fundamentalistische “religiöse“ Weltdeutung und –ordnung in der modernen Gesellschaft als allein gültige durchsetzen will. Gegen den Grundsatz: “Alle Menschen sind gleich“ der Menschenrechtserklärung. Plötzlich ist eine „religiöse“ Weltsicht, die Frauen den Männern unterordnet, wieder in und hat ein Recht, auch wenn sie damit die Menschenrechte mit Füßen tritt. Eine von Menschen erdachte Weltordnung, die längst nicht mehr ins 21. Jahrhundert passt, wird salonfähig und schick.

Weltweit, aber auch in Europa, werden Frauen und Mädchen mit Gewalt gezwungen, stoffliche “religiöse“ Symbole zu tragen. Sie haben das Pech in patriarchalische, „religiöse“ Gesellschaften hinein geboren zu sein, die ihnen die Gleichberechtigung verwehrt. Diese Frauen und Mädchen haben keine Möglichkeit, eine freie, selbst bestimmte Mode-Entscheidung zu treffen. Denn ihnen droht Gewalt bis hin zum Mord, wenn sie sich den “religiösen“ Bekleidungs-Forderungen widersetzen. Kinder, junge Mädchen werden aus “religiösen“ Gründen an Missbraucher zur Heirat und ausgeliefert. Aus Europa werden sie von ihren Eltern in deren Heimatländer zurückgebracht, um sie dort zu verheiraten. Frauen werden verhaftet, gedemütigt, gequält, ermordet, wenn sie sich nicht an “religiöse“ Vorschriften halten. Sie werden mit Säure überschüttet, werden verbrannt, erschlagen, gesteinigt, vergewaltigt. Alles im Namen einer fundamentalistischen Religionsauslegung und einer patriarchalischen Gottes- und Weltvorstellung! Ein Gott, der Frauen Bekleidungs- und Verhaltensvorschriften macht, ist die reine Projektion menschlichen, männlichen Denkens und Wollens. Glaubt wirklich jemand heute ernsthaft, ein Gott schreibe, ganz vermenschlicht, der Hälfte seiner “Geschöpfe“  bestimmte Kleidung vor?

Denken wir wirklich, dass ein Gott den Männern die Lizenz zum Töten, Quälen, Vergewaltigen, Misshandeln, Missbrauchen und Missachten von Frauen gegeben hat?

Und was tun wir dagegen? Wir schließen die Augen vor dem Elend und der Not der Frauen und Mädchen anderswo in der Welt. Wir feiern stattdessen die “Kämpferinnen“ für das individuelle Recht, diese geschlechtsgebundenen Unterdrückungssymbole jederzeit und an jedem Ort tragen zu dürfen. Bei Olympia 2016 feiern wir Frauen wegen des Tragens “religiöser“ Kleidung statt für ihre sportlichen Leistungen. Wir lassen sie die Laufstege der Mode-Welt erobern. Wir diskutieren im Interesse der Täter, ob nichtdeutsche Kinder ihren Missbrauchern weiter legal ausgeliefert werden. Wir lassen Burka-Trägerinnen, die nicht mehr als individuelle Person erkennbar sind, öffentlich im Fernsehen erklären, wie gut und schön und ein individuelles “religiöses“ Recht ist, sich der Welt zu verschließen. Alles im Sinne einer Menschen, einer Frauen verachtenden islamistischen Religionsauslegung. Gläubige Frauen in unseren modernen Gesellschaften, auch die hier aufgewachsenen islamischen “Gotteskriegerinnen“ grenzen sich ganz individuell und frei ab! Sie grenzen sich ab gegenüber der Komplexität der Freiheit, der Forderung nach Mündigkeit, der Freiheit zum Selberdenken jenseits jeder religiösen Weltdeutung. Sie wollen ihr individuelles Recht auf das Tragen geschlechtsgebundener “religiöser“ Symbole aus Stoff als “Befreiungsakt“ durchsetzen. Sie bejahen damit aber die Verletzung der Rechte von Frauen und Mädchen durch religiöse Vorschriften.

Die modernen “Gotteskriegerinnen“ bezeichnen sich als die wahren Feministinnen. Feministinnen kämpfen für Gleichberechtigung, gleiche Chancen, gleiche Würde, gleiche Freiheit, gleiche Rechte von Frauen und Männern. Das Tragen eines geschlechtsgebundenen “religiösen“ Symbols aus Stoff ist kein emanzipatorischer oder feministischer Akt! Es ist die Ein- und Unterordnung in eine patriarchalische Weltordnung, in der die Höherstellung des Mannes über die Frau festgelegt ist! Verbreitet als “Gottes Wille“ ist es in Wirklichkeit eine von Männern erdachte, tradierte, in einem historischen Kontext entstandene menschliche Weltsicht. Die männliche Idee von der Höherstellung des Mannes galt genauso in der christlichen und jüdischen Religion. Wenn es um fundamentalistische, patriarchalische religiöse Weltordnungen geht, sind Juden, Christen und Moslems Brüder und Schwestern im Geiste und bilden eine Familie der Unterdrückung.

Was würde passieren, wenn alle Frauen in Solidarität zu den Millionen, aus “religiösen“ Gründen gequälten, misshandelten, missbrauchten, getöteten Frauen und Mädchen auf eine Zurschaustellung und Tragen dieser Symbole verzichteten (#MyStealthyfreedom)? Ganz frei und selbst bestimmt! Und Männer sie unterstützten, indem sie selbst die Bekleidungs – und Verhaltensvorschriften für Frauen einmal befolgten (#meninhijab)! Das würde sicher jedem geglaubten Gott gefallen, der doch von seinen Gläubigen die Liebe genannt wird. Ist das zu viel verlangt von einer Gesellschaft, in der es vorrangig um das Durchsetzen eigener, rein privater individueller Freiheiten geht? Gesicht zu zeigen und über den westlichen Tellerrand zu schauen? Einzustehen für die universale Geltung der Menschenrechte, immer und überall, auch für Frauen und Mädchen? Oder ist es uns wichtiger, dass stoffliche Symbole der Unterdrückung von Frauen immer und überall getragen werden dürfen?

Alle Menschen sind gleich, gleich an Würde, gleich an Freiheit, gleich an Rechten! Vor jeder Religionszugehörigkeit, jedem Glauben, jeder Weltanschauung, jeder Volkszugehörigkeit! Auch Frauen und Mädchen!

Wir geben die universale Geltung der Menschenrechte auf! Wenn wir Menschenrechtsverletzungen öffentlich einfach nur gleich gültig diskutieren, statt sie klar als solche zu benennen! Wenn wir zulassen, dass eine Religionsgruppe unter Verweis auf die Religionsfreiheit den Grundsatz von der Gleichheit aller Menschen verneint und verletzt! Wenn wir nicht Gesicht zeigen und weltweit gegen Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen und Mädchen, aus welchen Gründen auch immer, kämpfen! Wir lassen dann die Millionen geschundenen, getöteten, vergewaltigten, verachteten Frauen und Kinder einfach im Stich!

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4 Antworten zu Und Gott gab dem Mann die Lizenz zum Töten, …? – Wer`s glaubt, wird selig? #burka #burkini #hijab #childmarriage #meninhijab #mystealthyfreedom

  1. Der perverse Hass der fettgefressenen, in moslemfreien Intellektuellenghettos wohnenden Gutmenschen auf das eigene Volk lässt sie 250 Jahre Aufklärung einfach wegwerfen. Vielleicht sollten wir die Gutmenschen wegwerfen.

    • aklassmann schreibt:

      Vielleicht sollten wir zuerst einmal sprachlich abrüsten und statt emotionsgeladener Kommunikation endlich wieder zu einer sachlichen, zukunfts- und lösungsorientierten Auseinandersetzung zurückkehren?

  2. Pingback: Und Gott gab dem Mann die Lizenz zum Töten, … – Wer`s glaubt, wird selig – Brights – Die Natur des Zweifels

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